
Viele Halter glauben, sie müssten ihren Hund ständig kontrollieren – damit er funktioniert, hört, sich anpasst.
Auch ich bin diesen Weg gegangen. Mein Dobermann Murphy hat mir jedoch deutlich gezeigt, dass man mit einem starken Charakter nicht weiterkommt, wenn man nur über Kontrolle und Gehorsam denkt.
Was passiert, wenn man versucht, solche Hunde zu kontrollieren?
Die Konflikte nehmen zu. Das Verhalten verschärft sich. Und aus Verbindung wird ein ständiger Machtkampf.
Denn Kontrolle hat oft wenig mit dem Hund zu tun – und sehr viel mit unseren eigenen Ängsten.
Mit dem Gefühl, die Situation im Griff haben zu müssen, um nicht überfordert zu sein.
Doch gerade diese Energie überträgt sich – und macht den Hund erst recht unsicher.
Aus dieser Erfahrung heraus habe ich begonnen, anders zu arbeiten.
Ich habe mich auf Hunde spezialisiert, die nicht einfach „funktionieren“.
Verhalten kann nicht weg geklickt werden.
Denn ein Hund ist keine Maschine – er denkt, fühlt, trifft Entscheidungen. Und das ist gut so.
Mein Ansatz:
Regeln sind wichtig. Sie schaffen Orientierung. Aber Kontrolle verhindert Entwicklung.
Ein Hund braucht Raum für eigene Erfahrungen.
Er muss auch mal Fehler machen dürfen – denn nur so kann er lernen, wachsen und sicherer werden.
Wer ständig zieht, verhindert, dass der Hund steht.
Wer alles vorgibt, lässt keinen Raum für echte Reife.
Und genau darum geht es in meiner Arbeit:
Innere Klarheit. Klare Grenzen. Und das Vertrauen darauf, dass Entwicklung nur da stattfinden kann, wo nicht alles gesteuert wird.
Damit Hund und Mensch ein Team werden – nicht über Kontrolle, sondern über echte Beziehung.
